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Am seidenen Faden

Im Januar ging es für einige Tage in die Stadt, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeit lang am seidenen Faden hing: Lyon. Einige Jahrhunderte lang erlebte die im Südosten Frankreichs liegende Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser war durch die Herstellung von Seide bedingt. Die Produktion erfolgte durch die sogenannten Seidenweber und war die treibende Wirtschaftskraft während der industriellen Revolution. 

Heutzutage leben nur noch wenige Menschen vom Geschäft mit der Seide und entsprechend hat sich das Stadtbild auch verändert. Da ich wieder im Rahmen einer Dienstreise das Vergnügend hatte, eine bezaubernde Stadt für einige Tage kennenzulernen, habe ich die Gelegenheit für eine Foto-Tour vor und nach der Arbeit nicht verstreichen lassen.

Und so ging es hauptsächlich zu später Stunde mit der Kamera im Anschlag auf Entdeckungstour. Wie auch schon in einem anderen Beitrag erwähnt, ist meine Erkundungsstrategie eher unkonventionell und besteht hauptsächlich darin, sich treiben zu lassen und nicht unbedingt nur an den Sehenswürdigkeiten einer Stadt zu orientieren. In meinen Augen hat dies den Reiz, die eher verborgenen Seiten einer Stadt ausfindig zu machen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Leben (mehr oder weniger) fernab vom Tourismus seinen Lauf nimmt. 

Eine Besonderheit Lyons ist die geographische Lage. Die drittgrößte Stadt Frankreichs befindet sich am Zusammenschluss der beiden Flüsse Rhône und der Saône. Demzufolge gibt es eine Vielzahl an Brücken und die Reflektionen im Wasser lassen sich natürlich hervorragend fotografisch nutzen, vor allem bei Dunkelheit.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Lyon ein erhöhtes Hügelgebiet westlich der Saône besitzt. Auf dessen "Spitze" befindet sich die 1872 erbaute Wallfahrtskirche Notre-Dame de Fourvière, welche neben anderen historischen Stätten der Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Abgesehen von der baulichen Meisterleistung hat man von der Basilika einen atemberaubende Aussicht über Lyon, die ich an dieser Stelle niemandem vorenthalten möchte.

Der Blick über die Stadt lässt sich sowohl zum Sonnenaufgang als auch zum Sonnenuntergang in vollsten Zügen genießen. 

Abschließend möchte ich noch ein paar weitere Fotos zeigen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die hier gezeigten Bilder nur einen winzigen Bruchteil dessen widerspiegeln, den es in Lyon wirklich zu sehen gibt, vor allem bei Tageslicht. 

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